Vinifikation
Im Keller begleitet mich der Gedanken „weniger ist mehr“!
Neben den natürlichen Gegebenheiten ist für die spätere Weinqualität der Lesezeitpunkt und der Lesezustand der Weintrauben von großer Bedeutung. Um die höchste Qualität zu erreichen ist eine lange Reife ausschlaggebend, welche gerade in den letzten Wochen vor der Ernte mehrfach überwacht werden muss. Es werden immer wieder wenige Beeren geerntet, gequetscht und verkostet.
Ist der perfekte Reifepunkt erreicht, werden die Trauben mit größter Sorgfalt unter Vermeidung von Verletzungen von Hand geerntet und in 600 Kg kleinen Erntebehältern behutsam ins Weingut gebracht. Dort angekommen, ziehen die Früchte zunächst für einige Stunden in ihrem eigenen Saft. Dadurch treten alle gebildeten Aromen, auch aus den Schalen, in den Saft über und tragen im späteren Wein zu der einzigartigen Bukettbildung bei.
Nach dem Keltern der Trauben überlassen wir die Moste auf dem Weg zum Wein weitestgehend sich selbst und greifen nur in die Intensität der Gärung über die Regulierung der Gärtemperatur ein.
Rotweintrauben durchlaufen nach der Ernte die klassische Maischegärung und werden anschließend erst von der Maische getrennt, zur Reife lagern sie für mindestens ein Jahr im Barriquefass.
Damit sich Charakter und Struktur entwickeln können, lagern alle Weine für eine lange Zeit auf der Hefe, bevor sie lediglich durch eine schonende Filtration auf die Abfüllung vorbereitet werden.